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„Vertriebenen-Nachwuchs im Zwielicht“? - Richtigstellung

Anläßlich eines Artikels auf der Netzseite www.tagesschau.de mit dem Titel „Vertriebenen-Nachwuchs im Zwielicht“, in welchem die Schlesische Jugend als „von Rechtsextremen unterwandert“ dargestellt wird, haben wir folgendes Anschreiben inklusive einer Gegendarstellung veröffentlicht:

Bericht/Artikel: „Vertriebenen-Nachwuchs im Zwielicht“
www.tagesschau.de

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Herr Sadrozinski,
sehr geehrter Herr Marmor,

in Ihrem Bericht mit dem Titel „Vertriebenen-Nachwuchs im Zwielicht“ versucht Ihre Anstalt unter Bezugnahme auf Beiträge aus dem Jahre 2005 (!) nicht identifizierter oder gar unidentifizierbarer Autoren in einem Internetforum, welches noch nicht einmal benannt wird, einen Bogen zu spannen von „Rechtsextremisten“, beispielsweise der NPD, hin zur „Schlesischen Jugend“. So versuchen die Autoren des Artikels, Gensing und Baumgärtner, unseren Verband zu diskreditieren, indem sie Äußerungen von Personen in Zusammenhang mit unserer Organisation stellen und so dem unbeteiligten Leser den Eindruck vermitteln, die Schlesische Jugend sei von Extremisten unterwandert und unterhielte intensive Kontakte beispielsweise zur NPD.

Als verdammenswerte Aktivitäten werden der Schlesischen Jugend etwa sog. „Ost- oder Ostlandfahrten“, die „interne“ Empfehlung einer CD der SJ durch die NPD oder die Zusammenarbeit mit der JLO zugerechnet. Als plakativer Aufreger darf dann als Krönung die Zuschreibung der Verbrennung einer israelischen Fahne nach dem Besuch eines Vernichtungslagers in Polen nicht fehlen. So heißt es in dem Machwerk:

„Zu später Stunde verbrannte der Vertriebenen-Nachwuchs dann noch eine Israel-Fahne.“

Der gesamte Artikel arbeitet mit Suggestionen und Mutmaßungen, bringt Dinge in Verbindung und bezieht unbelegte Sachverhalte aufeinander, die nichts mit einander zu tun haben. Einen solchen Artikel, dessen Zweck leicht durchschaubar ist, hätte man eher in einem linksextremistischen Denunzianten-Forum vermutet, denn in einer Anstalt des öffentlichen Rechts, die sich doch hoffentlich noch einem seriösen Journalismus verpflichtet fühlt.

Nun zur Sache:

1.

Als Vorsitzender der Bundesgruppe der SJ habe ich Sie zunächst aufzufordern, es ab sofort zu unterlassen, weiterhin in Schrift oder gesprochenem Wort in Bezug auf die Schlesische Jugend zu behaupten, diese habe „zu später Stunde“ oder irgendwann eine Israel-Fahne verbrannt.

Diese Behauptung ist unwahr. Im Gesamtzusammenhang des Textes muß der Leser annehmen, die behauptete Fahnenverbrennung erfolgte durch ein Mitglied oder eine Gruppe der SJ oder in deren Namen. Im betreffenden Satz wird nämlich der Ausdruck „Vertriebenen-Nachwuchs“ gebraucht, ebenso im Titel des gesamten Artikels. Da sich der gesamte Artikel mit der Schlesischen Jugend beschäftigt, kann der Satz sich also lediglich auf die Schlesische Jugend als Subjekt der Fahnenverbrennung beziehen.

Bitte unterzeichnen Sie daher beigefügte Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung und senden diese bis spätestens

Montag, 11.4.2011

an mich zurück. Dies kann gerne vorab per e-Mail geschehen.

2.

Was den Artikel im Übrigen angeht, so ist dieser derart beschaffen, daß eine Gegendarstellung notwendig ist und von uns mit folgendem Inhalt gewünscht wird:


Gegendarstellung

Bezugnehmend auf den Artikel „Vertriebenen-Nachwuchs im Zwielicht“, in welchem versucht wird, die Schlesische Jugend, insbesondere in Gestalt der Bundesgruppe in Verbindung zu Extremisten zu bringen und damit zu diskreditieren, wird folgendes klargestellt:

1.
Der Bundesgruppe der SJ ist von einer Unterwanderung durch Extremisten nichts bekannt. Eine solche kann ausgeschlossen werden. Die in einem wohl längst nicht mehr existierenden Forum, dessen Namen im Artikel schon nicht genannt wird, vor sechs Jahren von ebenfalls nicht bekannten Individuen geschriebenen Artikel sind nicht geeignet, der Schlesischen Jugend eine Unterwanderung durch Extremisten nachzuweisen. Es wird festgestellt, daß weder im Vorstand der Bundesgruppe der SJ noch in den Vorständen der Landesgruppen politische Exremisten vertreten sind und von einer Unterwanderung durch solche auch ansonsten keine Rede sein kann.

2.
Selbstverständlich unternahm und unternimmt die Schlesische Jugend durch ihre Glieder, sei dies eine Landesgruppe oder die Bundesgruppe, welche übrigens rechtlich jeweils selbständig sind und auch über jeweils eigene Mitglieder verfügen, Fahrten in die Vertreibungsgebiete, insbesondere nach Schlesien. Ein Vernichtungslager wurde anläßlich dieser Fahrten nie besucht und selbstverständlich auch keine Israelfahne verbrannt. Die Schlesische Jugend lehnt derartige Ausfälle gegen fremde Staaten ab. Derartiges Gebahren widerspricht dem Ansinnen der Schlesischen Jugend.
Die entsprechende Behauptung in o.g. Artikel ist unwahr.

3.
Eine Zusammenarbeit der Schlesischen Jugend mit der NPD findet nicht statt. Sollte es irgendwelche Kontakte von Mitgliedern der Schlesischen Jugend oder gar des Vorstandes zu Mitgliedern der NPD gegeben haben, so wurzeln diese in rein privaten Freund- oder Bekanntschaften. Genauso wie an derartigen Kontakten zu Mitgliedern etwa der SPD, CDU oder der Grünen ist daran nichts auszusetzen.

4.
Es ist richtig, daß eine CD der Schlesischen Jugend mit Aufnahmen von Volks- und Heimatliedern von verschiedenen Händlern zum Verkauf angeboten wird. Dies geschieht jedoch öffentlich und nicht, wie der Artikel geheimnisst, durch „interne Empfehlung“ oder auf sonstigen undurchsichtigen Ebenen.

5.
Wie die Verfassungsschutzbehörde in Thüringen die Landesgruppe Thüringen der SJ aktuell beurteilt, ist uns nicht bekannt. Sollten diese zitierten Bewertungen zutreffen, muß über rechtliche Schritte nachgedacht werden. Unseres Wissens enthält der aktuelle Verfassungsschutzbericht keinerlei Aussagen über die Schlesische Jugend, ebensowenig der von 2009. Eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Martina Renner vom 7.12.2009 verlief ebenfalls negativ. Der NDR muß sich also fragen lassen, woher er seine Zitate nimmt.

Abschließend weise ich darauf hin, daß vor Erscheinen des Artikels weder mit einer Landesgruppe noch mit der Bundesgruppe Kontakt aufgenommen wurde.

Aktualisiert (Freitag, den 08. April 2011 um 01:55 Uhr)